![]() |
||
Geschichte
Im Juni 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wurde die Reka gegründet. Die damalige Generation war geprägt von der Wirtschaftskrise, von Massenarbeitslosigkeit, von politischer Konfrontation im europäischen Ausland und auch in der Schweiz, von Klassenkampf und sozialer Unrast. Die Bedrohung durch das nationalsozialistische Deutschland wurde von Tag zu Tag akuter.
In der Schweiz wollte man selbstverständlich nicht, dass der Staat über die Freizeit der Menschen verfügen kann. Es entstand aber der Wunsch, den weniger bemittelten Bevölkerungskreisen die Möglichkeit zu verschaffen, sich zu erschwinglichen Preisen überhaupt Ferien leisten zu können. Der Präsident und der Direktor des Schweizerischen Fremdenverkehrsverbandes, Dr. Fritz Ehrensperger und Dr. Walter Hunziker, griffen deshalb in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Robert Bratschi, die Idee einer Reisesparkasse auf. Ausgangspunkt war - wie heute noch - der Spargedanke: man sollte auf ein Ferienarrangement hin sparen. Die Verbilligung des Arrangements sollte erreicht werden durch Zinserträge, durch Überschüsse aus besonderen Verträgen mit Tourismus- und Transportunternehmungen sowie durch Beitragsleistungen beteiligter Firmen, Arbeitnehmerorganisationen und Verwaltungen. Gestützt auf diese noch heute gültige Grundphilosophie entstand am 22. Juni 1939 in Bern die Schweizer Reisekasse, eine Genossenschaft mit 21 Gründungsmitgliedern und einem bescheidenen Kapital von 26'000 Franken. Auf diese besondere, pragmatische, man darf sagen typisch schweizerische Art hat die Reka ihren Anfang genommen. Es folgten Weltkrieg, Nachkriegszeit, Hochkonjunktur, Rezessionen, Auf- und Ausbau der Sozialwerke auf verfassungsmässiger und gesetzlicher sowie weitere Sozialleistungen auf vertraglicher Basis, Deregulierung, Globalisierung - nichts vermochte die kontinuierliche Weiterentwicklung, den Erfolgsweg, ja den Siegeszug der Reka aufzuhalten. |